Die kurze Antwort
Ein Head of Finance hält die Finanzabteilung am Laufen: Buchhaltung, Monatsabschluss, Controlling und Reporting. Ein CFO setzt eine Ebene höher an: Er vertritt das Unternehmen gegenüber Investoren, Banken und Käufern und steuert Finanzierung, Planung und große Entscheidungen. Brauchst du vor allem verlässliche Zahlen, reicht ein Head of Finance. Brauchst du jemanden, der mit diesen Zahlen Geld beschafft oder einen Verkauf vorbereitet, brauchst du einen CFO.
Viele Unternehmen entscheiden das nach dem Titel, der im Stellenmarkt gut klingt. Sinnvoller ist die Frage, wo es gerade hakt: in der Abteilung oder an der Schnittstelle nach außen.
Die beiden Rollen im Vergleich
| Head of Finance | CFO | |
|---|---|---|
| Kernaufgabe | Zahlen richtig und pünktlich liefern | Mit den Zahlen das Unternehmen steuern und finanzieren |
| Blickrichtung | nach innen: Prozesse, Team, Abschluss | nach außen: Investoren, Banken, Käufer |
| Wichtigstes Gegenüber | Geschäftsführung, Steuerberater, Team | Gesellschafter, Beirat, Kreditgeber |
| Typische Ergebnisse | Monatsabschluss, Kostenstellen, Management-Reporting | Finanzierungsrunde, Bankkredit, Exit, Unternehmensplanung |
| Tagessatz bei nugrow | ab 1.300 € netto | ab 1.800 € netto |
Wann ein Head of Finance reicht
- Der Monatsabschluss dauert zu lange oder ist unzuverlässig.
- Die Buchhaltung läuft, aber niemand wertet die Zahlen für die Geschäftsführung aus.
- Das Finance-Team wächst und braucht eine Führung, die selbst mitarbeitet.
- Eine Systemumstellung, etwa ein neues ERP, muss sauber durchgezogen werden.
- Finanzierung und Investorenkontakt übernimmt die Geschäftsführung gut selbst.
In diesen Fällen ist ein CFO teurer als nötig und oft auch unterfordert. Fehlt die Leitung nur für eine Übergangszeit, übernimmt ein Head of Finance auf Zeit die Abteilung, bis die Stelle fest besetzt ist. Wer nur Kapazität im Team braucht, ist mit Interim Accounting und FP&A noch schlanker aufgestellt.
Wann es einen CFO braucht
- Eine Finanzierungsrunde oder ein größerer Bankkredit steht in den nächsten sechs bis zwölf Monaten an.
- Ein Finanzinvestor ist eingestiegen und erwartet Berichte auf Beiratsniveau.
- Ein Verkauf oder ein Zukauf wird vorbereitet.
- Das Unternehmen steckt in einer Krise, und Banken wollen eine belastbare Planung sehen.
- Mehrere Gesellschaften müssen zusammen gesteuert werden.
Hier entscheidet die Rolle nach außen über Geld: über Bewertung, Zinsen, Kaufpreis. Was ein Finanzinvestor nach dem Einstieg erwartet, steht im Beitrag zu den ersten 100 Tagen im Portfoliounternehmen.
Der häufigste Fehler
Der teuerste Fehler ist nicht die falsche Rolle, sondern die richtige Rolle zum falschen Zeitpunkt. Wer einen CFO holt, bevor die Abteilung verlässliche Zahlen liefert, bezahlt CFO-Sätze für Abschlussarbeit. Wer erst einen CFO sucht, wenn die Finanzierungsrunde schon läuft, verhandelt mit Zahlen, die niemand mehr rechtzeitig aufräumen kann.
Die Reihenfolge ist deshalb fast immer gleich: erst die Zahlen in Ordnung bringen, dann nach außen gehen.
Beide Rollen kombinieren
In vielen Scale-ups und mittelständischen Unternehmen ist die beste Lösung keine Entweder-oder-Entscheidung. Üblich sind zwei Varianten:
- Head of Finance fest, CFO auf Zeit. Die Abteilung wird intern geführt, ein CFO kommt für eine Finanzierungsrunde oder einen Verkauf dazu und geht danach wieder.
- CFO auf Zeit als Übergang. Ein Interim CFO führt die Abteilung für einige Monate, baut sie auf und übergibt an einen Head of Finance, der später wachsen kann.
Wie sich Interim, Teilzeit-CFO und Festanstellung unterscheiden, steht im Entscheidungsleitfaden zu den drei Modellen.
Was es kostet
Mit den nugrow-Einstiegssätzen und drei Einsatztagen pro Woche ergibt sich ungefähr dieses Bild:
| Rolle | Tagessatz | pro Monat | über 6 Monate |
|---|---|---|---|
| Head of Finance | 1.300 € | rund 16.900 € | rund 101.300 € |
| Interim CFO | 1.800 € | rund 23.400 € | rund 140.300 € |
Gerechnet mit 4,33 Wochen pro Monat, netto zuzüglich Umsatzsteuer, ohne Reise- und Nebenkosten. Der Unterschied von rund 6.500 Euro im Monat ist dann gut angelegt, wenn die CFO-Aufgaben tatsächlich anfallen. Alle Rollen und einen Rechner findest du auf der Preisseite.
Ein kurzer Selbsttest
- Liegt der Monatsabschluss spätestens am zehnten Arbeitstag vor?
- Gibt es eine Planung für die nächsten zwölf Monate, der die Geschäftsführung vertraut?
- Steht in den nächsten zwölf Monaten eine Finanzierung, ein Kredit oder ein Verkauf an?
- Erwartet ein Investor oder ein Beirat regelmäßige Berichte?
- Bindet die Finanzierung heute mehr als einen Tag pro Woche der Geschäftsführung?
Zweimal Nein bei den ersten beiden Fragen: Fang mit einem Head of Finance an. Einmal Ja bei den Fragen drei bis fünf: Du brauchst zumindest zeitweise einen CFO.
Wie nugrow unterstützt
nugrow besetzt beide Rollen befristet, aus einem Netzwerk von rund 500 Finance-Freelancern im deutschsprachigen Raum. Oft beginnt ein Mandat mit einem Gespräch darüber, welche der beiden Rollen gerade wirklich fehlt. Mehr zum Head of Finance auf Zeit, zum Interim CFO und zum Interim Management in der Finanzabteilung.
Mit Sebastian Janus klären, welche Rolle dein Unternehmen braucht
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Head of Finance und CFO?
Ein Head of Finance sorgt dafür, dass die Zahlen stimmen und pünktlich vorliegen: Buchhaltung, Abschluss, Controlling, Reporting. Ein CFO nutzt diese Zahlen, um das Unternehmen nach außen zu vertreten und zu steuern: gegenüber Investoren, Banken und Käufern, bei Finanzierung, Planung und großen Entscheidungen.
Ab wann braucht ein Unternehmen einen CFO?
Nicht ab einer bestimmten Größe, sondern sobald Finanzierung, Investoren oder eine Transaktion regelmäßig Zeit der Geschäftsführung binden: vor einer Finanzierungsrunde, bei Bankverhandlungen, in der Exit-Vorbereitung, in einer Restrukturierung oder wenn ein Finanzinvestor Berichte auf Board-Niveau erwartet.
Kann ein Head of Finance später zum CFO werden?
Ja, das ist ein häufiger Weg. Er gelingt, wenn die Person früh an Investorengesprächen, Planung und Bankterminen beteiligt wird. Ein CFO auf Zeit kann diesen Übergang begleiten und die Aufgaben nach außen schrittweise übergeben.
Was kostet ein Interim Head of Finance im Vergleich zu einem Interim CFO?
Bei nugrow beginnt ein Head of Finance bei 1.300 Euro, ein Interim CFO bei 1.800 Euro netto pro Tag. Bei drei Tagen pro Woche sind das rund 16.900 beziehungsweise 23.400 Euro im Monat. Reise- und Nebenkosten kommen gesondert dazu.
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- Head of Finance auf Zeit: Aufgaben, Ablauf und Kosten
- Interim CFO, CFO as a Service oder Festanstellung?
- Was kostet ein Interim CFO?
- CFO-Vakanz überbrücken
- Fast Close: den Monatsabschluss beschleunigen
- Preise: Tagessätze und Rechenbeispiel
Quellen und Stand
Grundlage sind die veröffentlichten nugrow-Einstiegstagessätze und eigene Mandatserfahrung mit Scale-ups und Portfoliounternehmen. Die Beispielrechnung ist illustrativ. Stand: Oktober 2026.





