Sebastian Janus
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Personalkostenplanung: Headcount-Plan als Excel-Vorlage

So planen Sie Personalkosten und Headcount für zwölf Monate. Mit kostenloser Excel-Vorlage, die Monatskosten, Köpfe und Jahressumme berechnet.

Aktualisiert am
Personalkosten planen, Stelle für Stelle: Excel-Vorlage für zwölf Monate

Die kurze Antwort

Personalkosten sind in den meisten Unternehmen der größte Kostenblock. Sie lassen sich am zuverlässigsten Stelle für Stelle planen: mit Startmonat, Stellenanteil, Bruttogehalt und einem Satz für die Nebenkosten. Daraus ergeben sich Monatskosten, Jahreskosten und die Zahl der Köpfe in Vollzeitäquivalenten.

Excel-Vorlage: Personalkostenplanung als Excel herunterladen. Alle Zahlen darin sind erfundene Beispielwerte.

Was die Vorlage enthält

  • Eine Zeile je Stelle mit Startmonat, Endmonat (0 = läuft durch), Bruttogehalt bei Vollzeit und Stellenanteil.
  • Einen einstellbaren Nebenkostensatz in Prozent vom Brutto.
  • Die Kosten je Stelle für jeden der zwölf Monate.
  • Summenzeilen für Personalkosten, Köpfe (Vollzeitäquivalente) und kumulierte Kosten.
  • Die Jahreskosten je Stelle.

So rechnet die Vorlage

Die Monatskosten einer Stelle ergeben sich aus Bruttogehalt mal Stellenanteil mal eins plus Nebenkostensatz, und zwar nur in den Monaten zwischen Start und Ende. Eine Stelle, die im Juli beginnt, kostet im Januar nichts und ab Juli den vollen Betrag. Das klingt banal, ist aber der häufigste Fehler in Jahresplänen: Wer Neueinstellungen gleichmäßig über das Jahr verteilt, plant zu hohe Kosten am Anfang und zu niedrige am Ende.

Der Nebenkostensatz

Zu den Bruttokosten kommen Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung und weitere Nebenkosten hinzu, etwa Beiträge zur Unfallversicherung oder Zuschüsse. Der Beispielwert in der Vorlage liegt bei 21 Prozent. Der tatsächliche Satz hängt vom Einzelfall ab; Ihre Lohnbuchhaltung nennt Ihnen die Zahl, die zu Ihrem Unternehmen passt. Ändern Sie den Wert in der gelben Zelle, und die ganze Planung rechnet neu.

Beispiel aus der Vorlage

Erfundenes Beispiel: Ein kleines Team startet im Januar mit zwei Personen und wächst bis September auf sieben Vollzeitäquivalente. Die Personalkosten steigen von rund 19.000 Euro im Januar auf rund 53.000 Euro pro Monat ab September, die Jahreskosten liegen bei rund 502.000 Euro. Der Plan zeigt sofort, was eine zusätzliche Stelle im Herbst im laufenden Jahr kostet und was sie im Folgejahr über zwölf Monate kosten würde. Das sind zwei verschiedene Zahlen, und beide braucht die Geschäftsführung für die Entscheidung.

Typische Fehler in der Personalplanung

  • Nebenkosten vergessen. Das Bruttogehalt ist nicht das, was die Stelle das Unternehmen kostet.
  • Startmonat zu optimistisch. Zwischen Entscheidung, Suche und Kündigungsfrist des neuen Mitarbeiters liegen oft mehrere Monate.
  • Einmalkosten ausgeblendet. Recruiting, Ausstattung und Einarbeitung kommen zusätzlich. Die Vorlage enthält sie bewusst nicht; Sie können sie in einer eigenen Zeile ergänzen.
  • Teilzeit nicht abgebildet. Ein Stellenanteil von 0,5 halbiert die Kosten, aber nicht automatisch den Aufwand für Führung und Abstimmung.
  • Plan und Ist laufen auseinander. Ohne regelmäßigen Abgleich mit der Lohnbuchhaltung ist der Plan nach wenigen Monaten veraltet.

Wie Sie die Vorlage einsetzen

Tragen Sie zuerst die bestehenden Stellen ein, danach die geplanten. Prüfen Sie die Summe pro Monat gegen Ihr Budget und gegen die Liquidität: Wie sich die Personalkosten auf die Reichweite Ihres Geldes auswirken, zeigt der Artikel Runway berechnen. Der Abgleich mit dem tatsächlichen Verlauf gelingt mit der Budget-Ist-Abweichungsanalyse.

Häufige Fragen

Was ist ein Vollzeitäquivalent?

Ein Vollzeitäquivalent rechnet Teilzeitstellen auf Vollzeit um. Zwei Personen mit je einem halben Stellenanteil ergeben ein Vollzeitäquivalent. So lassen sich Köpfe und Kosten vergleichbar planen.

Wie hoch sind die Personalnebenkosten?

Das hängt vom Einzelfall ab, etwa vom Gehalt, von der Versicherung und von freiwilligen Leistungen. In der Vorlage steht ein Beispielwert von 21 Prozent, den Sie durch den Satz Ihrer Lohnbuchhaltung ersetzen sollten.

Wie plane ich eine Stelle, die später endet?

Tragen Sie in der Spalte Endmonat die Monatsnummer ein, in dem die Stelle zuletzt Kosten verursacht. Der Wert 0 bedeutet, dass die Stelle durchläuft.

Weiterlesen

Wie Sie Liquidität kurzfristig planen, steht im Artikel zur 13-Wochen-Liquiditätsplanung. Unterstützung bei Planung und Controlling beschreibt die Seite Interim Accounting und FP&A. Die Vorlage ersetzt keine Steuer-, Rechts- oder Lohnberatung.

Sebastian Janus
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Interim CFO für Private-Equity- und Venture-Capital-finanzierte Unternehmen, Gründer der nugrow GmbH

Sebastian Janus ist Interim CFO für Private-Equity- und Venture-Capital-finanzierte Unternehmen mit über 15 Jahren Erfahrung in Finanzführung, Fundraising, M&A und Restrukturierung. Er hat 2005 einen der ersten deutschen Online-Schuhshops gegründet, ihn durch zwei Exits geführt und war anschließend CFO im E-Commerce eines börsennotierten Handelskonzerns. Seit 2018 führt er die nugrow GmbH in Bochum.

Über den Autor

Dieser Beitrag stammt von Sebastian Janus, Interim CFO und Finance Operating Partner. Er gründete 2005 einen der ersten deutschen Online-Schuhshops, führte ihn durch zwei Transaktionen und war anschließend CFO im E-Commerce eines börsennotierten Handelskonzerns. Seit 2018 führt er die nugrow GmbH in Bochum und übernimmt Finanzverantwortung auf Zeit – überwiegend bei Private-Equity- und Venture-Capital-finanzierten SaaS- und Tech-Unternehmen.

Profil und Werdegang von Sebastian Janus

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Interim CFO, CFO as a Service und Financial Modelling – aus über 350 Projekten seit 2019. Erste Profile innerhalb von 24 Stunden.
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