Die kurze Antwort
Ja, in den meisten Fällen. Bei rund 30 Mitarbeitenden beschäftigt die Finanzführung selten eine Vollzeitkraft: Es braucht Reporting, Liquiditätsplanung, Budget und einen Ansprechpartner für Investoren und Banken, meist an ein bis zwei Tagen pro Woche. Eine eigene CFO-Stelle kostet dagegen schon ohne Recruiting rund 12.000 bis 14.000 Euro im Monat. Ein Fractional CFO ist günstiger, solange der Bedarf unter etwa drei Tagen pro Woche liegt.
Was bei 30 Mitarbeitenden in der Finanzführung anfällt
Mit 30 Mitarbeitenden ist ein Unternehmen groß genug, dass Finanzentscheidungen echte Folgen haben, aber meist zu klein, um einen Vollzeit-CFO auszulasten. Typische Aufgaben sind der monatliche Management-Report, die Liquiditätsplanung, die Jahresplanung, das Reporting an Gesellschafter oder Investoren, Gespräche mit Banken und die Vorbereitung einer Finanzierungsrunde. Die operative Buchhaltung gehört nicht dazu: Sie bleibt intern oder bei einem Dienstleister.
Break-even-Rechnung mit Beispielwerten
Die folgende Rechnung nutzt die Beispielwerte unserer Kostenvergleich-Vorlage. Es sind Annahmen, keine Marktstatistik; Sie können sie in der Vorlage durch eigene Zahlen ersetzen.
| Position | Beispielwert |
|---|---|
| Bruttojahresgehalt CFO | 114.400 € |
| Arbeitgeberanteil (21 %) | 24.024 € |
| Bonus (15 % des Gehalts) | 17.160 € |
| Arbeitsplatz und Ausstattung | 12.000 € |
| Vollkosten pro Jahr | 167.584 € |
| Vollkosten pro Monat | rund 13.965 € |
| Einmalig: Recruiting (27,5 % des Gehalts) | 31.460 € |
| Zeit bis zum Start | 6 bis 9 Monate |
Zum Vergleich: CFO as a Service kostet am Markt 2.500 bis 15.000 Euro pro Monat, je nach Umfang. Bei ein bis zwei Tagen pro Woche liegt die Pauschale in der Regel unter den Vollkosten einer eigenen Stelle, und der Start dauert Tage bis wenige Wochen statt Monate. Wer andere Gehalts- oder Umfangsannahmen hat, kommt auf einen anderen Break-even; als Faustregel nennen wir etwa 12.000 Euro im Monat, ab der die eigene Stelle günstiger wird. Die Preise bei nugrow stehen auf der Seite Preise.
Wann sich ein Fractional CFO nicht lohnt
Ein Teilzeit-Modell passt nicht, wenn die Finanzführung dauerhaft mehr als etwa drei Tage pro Woche auslastet, etwa bei starkem Wachstum, mehreren Gesellschaften oder laufenden Zukäufen. Auch wenn Sie das Team führen wollen und eine Person brauchen, die täglich im Haus ist, ist eine Festanstellung oft die bessere Wahl. In beiden Fällen kann ein Fractional CFO als Brücke dienen, bis die Stelle besetzt ist.
Fünf Fragen zur Entscheidung
- Wie viele Tage pro Woche sind Führungsaufgaben in der Finanzfunktion realistisch ausgelastet? Unter drei Tagen spricht für Teilzeit.
- Brauchen Sie Führung oder zusätzliche Kapazität? Führung spricht für Fractional CFO, fehlende Kapazität im Team für Verstärkung in Buchhaltung oder Controlling.
- Steht in den nächsten zwölf Monaten eine Finanzierungsrunde oder ein Verkauf an? Dann ist zusätzliche Erfahrung sinnvoll, auch wenn die Auslastung sonst niedrig ist.
- Wie schnell brauchen Sie Handlungsfähigkeit? Wochen statt sechs bis neun Monate sprechen für eine externe Lösung.
- Wie sicher ist der Bedarf? Ein Teilzeit-Modell lässt sich anpassen, eine Festanstellung nur mit Kündigungsfrist.
Kostenvergleich als Excel-Vorlage
Mit unserer kostenlosen Vorlage rechnen Sie die Modelle über Ihren Zeitraum gegeneinander: Interim allein, CFO as a Service, Festanstellung mit Vakanz und Interim als Brücke. Tagessatz, Monatspauschale und Gehalt tragen Sie selbst ein; der Break-even zeigt, bis zu welcher Pauschale CFO as a Service günstiger ist. Kein Formular, keine E-Mail-Adresse nötig.
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Häufige Fragen
Ab wie vielen Mitarbeitenden braucht ein Unternehmen einen CFO?
Es gibt keine feste Grenze. Entscheidend ist, ob Finanzierung, Planung und Investorenkommunikation anfallen. Bei rund 30 Mitarbeitenden ist das häufig der Fall, die Auslastung reicht aber selten für eine Vollzeitstelle.
Was kostet ein Fractional CFO bei 30 Mitarbeitenden?
Die Marktspanne für CFO as a Service liegt bei 2.500 bis 15.000 Euro pro Monat. Der konkrete Betrag hängt vom Umfang ab. Bei ein bis zwei Tagen pro Woche ist die Pauschale in der Regel niedriger als die Vollkosten einer eigenen Stelle.
Wie viele Tage pro Woche braucht ein Unternehmen mit 30 Mitarbeitenden einen CFO?
Meist ein bis zwei Tage pro Woche. In Phasen mit Finanzierungsrunde, Verkauf oder Umbau kann es vorübergehend mehr sein.
Wann ist eine Festanstellung besser?
Wenn die Finanzführung dauerhaft mehr als etwa drei Tage pro Woche auslastet und die Stelle besetzbar ist, etwa bei starkem Wachstum.
Was bleibt bei einem Fractional CFO intern?
Die operative Buchhaltung bleibt intern oder bei einem Dienstleister. Der Fractional CFO verantwortet Reporting, Planung, Liquidität und die Kommunikation mit Gesellschaftern und Banken.





