Die kurze Antwort
Was ein Interim CFO kostet, hängt von Erfahrung, Einsatzumfang, Dauer und Aufgabe ab. Abgerechnet wird meist nach Tagen. Entscheidend ist weniger der Tagessatz als das Gesamtbudget: Ein Interim CFO ist nur an den Tagen im Haus, die du brauchst, und verursacht keine Nebenkosten wie bei einer Festanstellung. Konkrete Zahlen gibt es nur nach einem Gespräch über deine Situation. Hier siehst du, welche Faktoren den Preis bestimmen und wie du Angebote vergleichst.
Was den Preis bestimmt
- Erfahrung und Branche: Wer schon Finanzierungsrunden, Verkaufsprozesse oder Restrukturierungen in deiner Branche begleitet hat, kostet mehr als ein Generalist. Das spart oft Zeit und Fehler.
- Umfang: Ein Tag pro Woche ist etwas anderes als vier. Mit mehr Tagen sinkt häufig der Preis pro Tag.
- Dauer: Kurze Einsätze für ein klares Ziel sind günstiger als offene Mandate. Längere Laufzeiten lassen sich oft besser verhandeln.
- Aufgabe: Reines Reporting ist eine andere Rolle als Fundraising, Exit-Vorbereitung oder Krisenführung. Je mehr Verantwortung, desto höher der Preis.
- Dringlichkeit: Wer morgen starten muss, hat weniger Auswahl und weniger Verhandlungsspielraum.
- Vermittlung: Läuft die Suche über eine Agentur, kommt deren Marge dazu. Direktbeauftragung oder ein Anbieter mit eigenem Pool kann günstiger sein.
Wie abgerechnet wird
Tagessatz
Der Klassiker: Du zahlst die Tage, die tatsächlich geleistet werden. Das ist transparent und flexibel. Vereinbare einen Rahmen, etwa Tage pro Woche und eine Obergrenze, damit das Budget planbar bleibt.
Pauschale pro Monat oder Projekt
Bei klar umrissenen Aufgaben, zum Beispiel dem Aufbau eines Reportings, ist ein Festpreis möglich. Er gibt Planungssicherheit, setzt aber einen genau beschriebenen Leistungsumfang voraus.
Erfolgsabhängige Anteile
Bei Finanzierungs- oder Verkaufsprozessen sind teilweise Erfolgsanteile üblich. Lass dir genau erklären, wofür sie gezahlt werden und was sie für den Gesamtpreis bedeuten.
Interim CFO oder Festanstellung: ein Rechenbeispiel
Die Zahlen sind frei gewählt und dienen nur der Veranschaulichung. Ein festangestellter CFO verursacht neben dem Gehalt Nebenkosten für Sozialabgaben, Urlaub, Krankheit, Bonus, Recruiting und Ausstattung. Nehmen wir an, die Gesamtkosten liegen bei 185.000 Euro im Jahr. Ein Interim CFO, der 2 Tage pro Woche für 40 Wochen arbeitet, zu einem angenommenen Tagessatz von 1.200 Euro, kostet 2 mal 40 mal 1.200, also 96.000 Euro. Dafür bekommst du Erfahrung genau dann, wenn du sie brauchst, ohne dauerhafte Verpflichtung. Braucht dein Unternehmen dauerhaft eine Vollzeitstelle, rechnet sich die Festanstellung. Mehr zum Vergleich der Modelle im Beitrag Interim CFO, CFO as a Service oder Festanstellung.
So vergleichst du Angebote
- Leistungsumfang prüfen: Was ist enthalten, was nicht? Ein niedriger Tagessatz mit engem Umfang kann teurer werden.
- Ergebnisse statt Stunden: Lege fest, was nach der Laufzeit stehen soll, zum Beispiel ein Monatsabschluss in festgelegter Zeit oder eine fertige Planung.
- Referenzen: Frage nach vergleichbaren Einsätzen und was davon geblieben ist.
- Reisekosten und Nebenkosten: Kläre vorab, ob sie extra berechnet werden.
- Kündigung und Laufzeit: Ein Einsatz sollte sich bei Bedarf anpassen lassen.
Was du vorab klären solltest
Je klarer dein Ziel, desto genauer wird das Angebot. Hilfreich sind: der aktuelle Stand der Finanzfunktion, die wichtigsten Aufgaben für die nächsten Monate, der Zeitrahmen und die Frage, ob eine Person mit Führungsverantwortung oder eine Fachkraft für Reporting gebraucht wird. Für Letzteres reicht manchmal ein Interim Controller. Unser Angebot für die Führungsebene findest du unter Interim CFO, eine Variante mit festem Leistungsumfang unter Finance as a Service.
Häufige Fragen
Was kostet ein Interim CFO pro Tag?
Der Tagessatz hängt von Erfahrung, Branche, Aufgabe und Einsatzumfang ab. Eine seriöse Zahl gibt es erst nach einem Gespräch über Ziel und Umfang. Vorsicht bei Angeboten, die ohne Rückfragen einen Preis nennen.
Ist ein Interim CFO günstiger als ein festangestellter CFO?
Bei zeitlich begrenztem oder teilzeitigem Bedarf meist ja, weil du nur die Tage zahlst, die du brauchst, und keine Nebenkosten trägst. Bei dauerhaftem Vollzeitbedarf kann die Festanstellung günstiger sein.
Wie viele Tage pro Woche sind sinnvoll?
Das hängt von der Aufgabe ab. Für Reporting und Planung reichen oft ein bis zwei Tage pro Woche, für Fundraising oder Krisen sind es zeitweise mehr.
Wie lange dauert ein Interim-CFO-Einsatz?
Typisch sind einige Monate. Kurze Einsätze eignen sich für klar begrenzte Ziele wie eine Finanzierungsrunde, längere für den Aufbau der Finanzfunktion oder die Überbrückung einer Vakanz.





