Sebastian Janus
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KI-Agenten für CFOs: Was sie in Planung und Reporting leisten

Was KI-Agenten im Finanzbereich heute leisten, wo sie Fehler machen und wie CFOs sinnvoll damit anfangen.

Aktualisiert am
Titelbild: KI-Agenten für CFOs – was sie in Planung und Reporting leisten

Die kurze Antwort

KI-Agenten sind Programme, die eine Aufgabe in mehreren Schritten selbst erledigen: Daten aus mehreren Quellen holen, vergleichen, eine Auswertung erstellen und das Ergebnis weitergeben. Für CFOs sind sie heute in Planung und Reporting nützlich, solange ein Mensch die Ergebnisse prüft. Sie ersetzen weder die Finanzleitung noch deren Verantwortung.

Was ein Agent von einem Chatbot unterscheidet

Ein Chatbot beantwortet eine Frage. Ein Agent bekommt ein Ziel, etwa "Erstelle den Monatsbericht für die Gesellschafter", und arbeitet die Schritte dorthin selbst ab. Er greift dafür auf Buchhaltung, Bank, CRM und Tabellen zu. Das ist der Grund, warum Agenten mehr leisten, aber auch mehr Aufsicht brauchen: Ein Fehler in Schritt zwei zieht sich durch alle folgenden.

Wo Agenten im Finanzbereich heute helfen

Reporting vorbereiten

Ein Agent kann Zahlen aus mehreren Systemen zusammenführen, Abweichungen zum Plan markieren und Kommentare vorschlagen. Das spart Zeit beim Monatsabschluss und Berichtswesen. Die Erklärung, warum eine Abweichung entstanden ist, bleibt Aufgabe von Menschen, die das Geschäft kennen.

Planung und Szenarien

Agenten können ein bestehendes Finanzmodell mit neuen Annahmen durchrechnen und Varianten gegenüberstellen. Sie sind nur so gut wie das Modell darunter: Ein Modell mit unklaren Annahmen liefert schneller falsche Ergebnisse.

Liquidität im Blick behalten

Bei der Liquiditätsplanung können Agenten Zahlungseingänge und offene Rechnungen laufend abgleichen und frühzeitig auf Engpässe hinweisen. Als Grundlage dient eine saubere 13-Wochen-Planung.

Investoren- und Bankreporting

Standardisierte Berichte lassen sich teilweise automatisch aufbauen. Vor dem Versand muss jede Zahl und jede Aussage von einem Menschen geprüft werden.

Wo Vorsicht nötig ist

  • Plausible Fehler: Ein Agent formuliert auch falsche Begründungen überzeugend. Zahlen und Erklärungen müssen gegen die Quelle geprüft werden.
  • Datenschutz: Finanzdaten enthalten personenbezogene und vertrauliche Informationen. Vor dem Einsatz muss geklärt sein, wo die Daten verarbeitet werden und wer Zugriff hat.
  • Zugriffsrechte: Ein Agent sollte nur lesen dürfen, was er braucht, und nichts freigeben oder überweisen können.
  • Nachvollziehbarkeit: Es muss dokumentiert sein, welche Schritte der Agent ausgeführt hat. Das verlangen auch die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung.

So startest du sinnvoll

  1. Eine Aufgabe auswählen, die sich oft wiederholt und klare Regeln hat, zum Beispiel den Monatsbericht.
  2. Datenbasis aufräumen: Kontenrahmen, Kennzahlen-Definitionen und Planungsannahmen müssen eindeutig sein.
  3. Prüfschritt festlegen: Wer kontrolliert das Ergebnis, bevor es verschickt wird?
  4. Klein anfangen, Ergebnisse mit der bisherigen Arbeitsweise vergleichen und erst dann ausweiten.

Wer dafür keine Kapazität hat, kann die Finanzfunktion auch als Dienstleistung aufsetzen lassen, inklusive sauberer Prozesse und Berichte.

Häufige Fragen

Was ist ein KI-Agent im Controlling?

Ein Programm, das eine mehrstufige Aufgabe wie die Erstellung eines Berichts selbstständig abarbeitet und dafür auf mehrere Datenquellen zugreift.

Können KI-Agenten den CFO ersetzen?

Nein. Sie übernehmen wiederkehrende Vorarbeiten. Bewertung, Entscheidung und Verantwortung bleiben bei Menschen.

Welche Aufgaben eignen sich zuerst?

Wiederkehrende Aufgaben mit klaren Regeln, etwa die Vorbereitung des Monatsreportings, der Abgleich offener Posten oder das Durchrechnen von Planungsvarianten.

Welche Risiken gibt es?

Plausibel klingende Fehler, Datenschutzfragen, zu weite Zugriffsrechte und fehlende Nachvollziehbarkeit der Arbeitsschritte.

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Vertiefend: Was sich in der Finanzabteilung wirklich automatisieren lässt. Das Leistungsangebot steht auf der Seite Interim CFO.

Sebastian Janus
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Interim CFO für Private-Equity- und Venture-Capital-finanzierte Unternehmen, Gründer der nugrow GmbH

Sebastian Janus ist Interim CFO für Private-Equity- und Venture-Capital-finanzierte Unternehmen mit über 15 Jahren Erfahrung in Finanzführung, Fundraising, M&A und Restrukturierung. Er hat 2005 einen der ersten deutschen Online-Schuhshops gegründet, ihn durch zwei Exits geführt und war anschließend CFO im E-Commerce eines börsennotierten Handelskonzerns. Seit 2018 führt er die nugrow GmbH in Bochum.

Über den Autor

Dieser Beitrag stammt von Sebastian Janus, Interim CFO und Finance Operating Partner. Er gründete 2005 einen der ersten deutschen Online-Schuhshops, führte ihn durch zwei Transaktionen und war anschließend CFO im E-Commerce eines börsennotierten Handelskonzerns. Seit 2018 führt er die nugrow GmbH in Bochum und übernimmt Finanzverantwortung auf Zeit – überwiegend bei Private-Equity- und Venture-Capital-finanzierten SaaS- und Tech-Unternehmen.

Profil und Werdegang von Sebastian Janus

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Interim CFO, CFO as a Service und Financial Modelling – aus über 350 Projekten seit 2019. Erste Profile innerhalb von 24 Stunden.
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