Nach dem Closing ist der Zusammenschluss rechtlich vollzogen und faktisch noch lange nicht. Wir stellen die Finanzführung, die Konsolidierung, Abschlusskalender, Kontenrahmen und Berichtswesen in der richtigen Reihenfolge zusammenführt – befristet, neben dem Tagesgeschäft.
Ein Zukauf ist abgeschlossen, und die Finanzabteilung soll aus zwei Zahlenwelten eine machen. Beide Einheiten schließen zu unterschiedlichen Terminen ab, arbeiten mit unterschiedlichen Kontenrahmen und legen dieselben Sachverhalte unterschiedlich aus – auch wenn beide nach HGB bilanzieren.
Die Integration kommt zusätzlich zum Tagesgeschäft, dauert sechs bis zwölf Monate und endet dann. Wer sie durch dauerhafte Aufstockung des Teams löst, baut Kapazität auf, die danach nicht mehr gebraucht wird.
Der Interim CFO führt die Integration der Finanzfunktion in der Reihenfolge, die trägt: erst Konsolidierungsfähigkeit, dann gemeinsamer Abschlusskalender, dann einheitlicher Kontenrahmen mit Überleitung, dann gemeinsames Berichtswesen, zuletzt die gemeinsame Planung. In der falschen Reihenfolge wird jeder dieser Schritte teuer.
Dazu kommt das, was in Projektplänen selten steht: unterschiedliche Bilanzierungspraxis sichtbar machen und bewusst vereinheitlichen, konzerninterne Salden monatlich abstimmen statt erst zum Jahresabschluss, und das Wissen der übernommenen Finanzabteilung sichern, bevor Fluktuation es mitnimmt.
Bei Buy-and-Build-Strategien verschiebt sich die Aufgabe: Dann geht es nicht um eine Integration, sondern um einen wiederholbaren Ablauf für alle folgenden Zukäufe.
Konsolidierungskreis definieren, Beteiligungsbuchwerte abstimmen, konzerninterne Salden identifizieren. Ohne diesen Schritt ist jede Aussage über die zusammengeführte Einheit eine Schätzung.
Ein Stichtag, eine Frist, ein Kalender für beide Einheiten. Organisatorisch anspruchsvoller als technisch.
Einheitlicher Kontenrahmen mit Überleitung statt Bruch, danach ein Bericht mit einer Definition je Kennzahl.
Gemeinsame Planung zuletzt, weil sie auf allem darüber aufbaut. Parallel die Dokumentation für die dauerhafte Besetzung.
Vorbereitend vor dem Closing, wirksam danach. Der Konsolidierungskreis und die Abstimmung der Beteiligungsbuchwerte lassen sich vorbereiten, sobald die Transaktion sicher ist.
Weil ein Kontenrahmenwechsel mitten im Geschäftsjahr ohne saubere Überleitung jeden Vorjahresvergleich unbrauchbar macht. Konsolidierungsfähigkeit kommt zuerst.
Die Vorarbeit vor dem zweiten Zukauf kostet Wochen, nach dem fünften kostet sie Quartale. Es braucht eine Vorlage für Kontenrahmen und Kontenzuordnung, einen definierten 60-Tage-Ablauf und eine Konsolidierungslösung, die auch bei acht Gesellschaften trägt.
Die Integration ist Spitzenlast neben dem Tagesgeschäft und endet nach sechs bis zwölf Monaten. Eine dauerhafte Aufstockung des Teams löst ein Problem, das dann nicht mehr existiert.
Tagessätze zwischen 1.400 und 2.500 Euro je nach Größe und Verantwortungsumfang. Die Bandbreiten nach Rolle stehen auf der Preisseite.