Exit-Vorbereitung

Der Kaufpreis hängt an Zahlen aus den drei Jahren vor dem Prozess. Wir stellen die Finanzführung, die diese Basis rechtzeitig herstellt: prüfungsfähige Abschlüsse, belegbare Bereinigungen, vollständiger Datenraum.

Typische Dauer
12–18 Monate vor Prozessstart
Typische Auslastung
2–4 Tage pro Woche
Tagessatz ab (Euro)
1400
Tagessatz bis (Euro)
2500

Wann dieser Anlass eintritt

Ein Verkauf ist geplant, angekündigt oder vom Gesellschafterkreis beschlossen. Der Prozess selbst dauert sechs bis zwölf Monate – geprüft werden aber die drei Jahre davor. Wechsel in Kontenrahmen, Systemen oder Bilanzierungspraxis, unbelegte Bereinigungen und ein lückenhafter Datenraum kosten dann Kaufpreis oder Zeit.

Gleichzeitig läuft das operative Geschäft weiter, und die Vorbereitung ist Zusatzlast, die mit dem Closing endet.

Was der Interim CFO übernimmt

Der Interim CFO stellt die Zahlenbasis her, an der der Kaufpreis hängt. Das heißt: Monatsabschlüsse zu festen Terminen mit konsistenten Abgrenzungen, eine durchgängige und überleitbare Historie über mindestens drei Jahre, und jede Bereinigung des Ergebnisses einzeln belegt – Einmalkosten, Gesellschaftervergütung über Marktniveau, aufgegebene Bereiche, Transaktionskosten.

Dazu Datenraum und Dokumentation: Verträge unterzeichnet und vollständig, Gesellschafterbeschlüsse abgelegt, Beteiligungsverhältnisse dokumentiert. Der häufigste Grund für Verzögerungen in Kaufprüfungen sind nicht schlechte Zahlen, sondern fehlende Unterlagen.

Und schließlich die unbequeme Arbeit: Abhängigkeiten benennen, bevor die Käuferseite sie findet. Ein Punkt, den man selbst anspricht, ist ein Sachverhalt – derselbe Punkt, von der Gegenseite entdeckt, ist ein Verhandlungshebel.

Ablauf

Monat 1 bis 2: Bestandsaufnahme

Wie lange dauert es heute, eine abgestimmte Monatsberichterstattung der letzten drei Jahre nach Produkt, Kunde und Region vorzulegen? Die Antwort bestimmt den gesamten Zeitplan.

Monat 2 bis 6: Zahlenqualität

Feste Abschlusstermine, konsistente Abgrenzungen, abgestimmte Salden, Überleitung über Wechsel in Kontenrahmen oder Systemen.

Monat 4 bis 9: Bereinigungen und Datenraum

Jede Bereinigung einzeln belegt, Verträge und Beschlüsse vollständig abgelegt, Abhängigkeiten benannt statt versteckt.

Monat 9 bis 12: Factbook und Prozessstart

Aufbereitung der Zahlenbasis, häufig gemeinsam mit einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Dann Übergabe in den eigentlichen Verkaufsprozess.

Häufige Fragen

Wann sollte die Verkaufsvorbereitung beginnen?

Etwa zwölf bis achtzehn Monate vor dem geplanten Prozess. Geprüft werden die drei Jahre davor – wer erst mit dem Prozessstart anfängt, kann daran nichts mehr ändern, nur noch erklären.

Woran erkenne ich, ob wir vorbereitet sind?

Ein Test: Wie lange dauert es, eine vollständige, abgestimmte Monatsberichterstattung der letzten drei Jahre nach Produkt, Kunde und Region vorzulegen? Tage bedeuten, die Basis steht. Wochen bedeuten, es hat noch nicht angefangen.

Was kosten fehlende Belege?

Bereinigungen ohne Nachweis werden gestrichen, und jede gestrichene Position senkt unmittelbar den Kaufpreis, weil das bereinigte Ergebnis die Bewertungsbasis ist.

Braucht es dafür ein Factbook?

Nicht zwingend, aber es lohnt sich meist doppelt: Der Prozess wird schneller, weil Fragen vorweggenommen sind, und die eigenen Schwachstellen werden vor der Käuferseite sichtbar.

Was kostet das?

Tagessätze zwischen 1.400 und 2.500 Euro je nach Größe und Verantwortungsumfang. Bei niedriger Wochenauslastung sinkt der effektive Satz.

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