Carve-out

Beim Carve-out muss eine Einheit Zahlen vorlegen, die sie nie hatte. Wir stellen die Finanzfunktion, die die Carve-out-Bilanz aufbaut, die Stand-alone-Kosten belegt und bis zum ersten Tag der Eigenständigkeit trägt – befristet, mit klarem Enddatum.

Typische Dauer
6–12 Monate
Typische Auslastung
3–5 Tage pro Woche
Tagessatz ab (Euro)
1400
Tagessatz bis (Euro)
2500

Wann dieser Anlass eintritt

Ein Geschäftsbereich soll verkauft oder verselbständigt werden. Er war bisher eine Sparte, kein Unternehmen: keine eigene Bilanz, keine Historie, keine kaufmännische Leitung. Umsatz und direkte Kosten lassen sich zuordnen, alles andere nicht.

Gleichzeitig läuft das Tagesgeschäft weiter, und die Käuferseite prüft jede Annahme. Der Bedarf an Finanzführung ist sofort da, aber zeitlich begrenzt – genau das Profil, für das eine befristete Besetzung gemacht ist.

Was der Interim CFO übernimmt

Der Interim CFO führt die Finanzseite des Carve-outs und trägt dafür die Ergebnisverantwortung. Konkret heißt das: Aufbau der Carve-out-Bilanz mit dokumentierter Zuordnungslogik, Ermittlung und Verteidigung der Stand-alone-Kosten, Erfassung und Bepreisung der Übergangsdienstleistungen einschließlich Ausstiegsplan, Aufbau von Buchhaltung, Zahlungsverkehr und Reporting bis zum ersten Tag der Eigenständigkeit.

Dazu kommt die Rolle als Ansprechpartner gegenüber Käuferseite, Wirtschaftsprüfung und Banken – die Stelle, an der die meisten Carve-outs Zeit verlieren, weil im Unternehmen niemand die Zahlen vollständig verantworten kann.

Ablauf

Woche 1 bis 4: Abgrenzung

Festlegen, was zur Einheit gehört und was nicht: Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten, Verträge, Personal. Jede Zuordnung wird als Entscheidung dokumentiert, weil sie später verhandelt wird.

Woche 4 bis 12: Zahlenwerk

Aufbau der Carve-out-Bilanz für zwei bis drei Geschäftsjahre, Ermittlung der Stand-alone-Kosten, Abstimmung mit Wirtschaftsprüfung und Käuferseite.

Bis zum Closing: Day-1-Readiness

Eigener Buchungskreis, eigener Zahlungsverkehr, Eröffnungsbilanz, Zeichnungsberechtigungen, Versicherungen. Was am ersten Tag nicht steht, kostet im ersten Monat doppelt.

Nach dem Closing: Eigenständigkeit

Eigener Abschluss vor Reporting, Reporting vor Planung, Planung vor Systemen. Parallel der Ausstieg aus den Übergangsdienstleistungen mit festen Terminen.

Häufige Fragen

Wann sollte ein Interim CFO im Carve-out dazukommen?

Vor der Abgrenzungsentscheidung, nicht danach. Wer die Zuordnung von Vermögenswerten und Kosten ohne Finanzführung trifft, korrigiert sie später unter Verhandlungsdruck.

Braucht die herausgelöste Einheit überhaupt einen eigenen CFO?

Im ersten Jahr fast immer. Die Funktion lag bisher in der Zentrale und geht nicht mit über, während der Aufbau anspruchsvoller ist als der spätere Dauerbetrieb. Danach reicht häufig eine kleinere Lösung.

Was kostet das?

Der Tagessatz liegt je nach Größe und Verantwortungsumfang zwischen 1.400 und 2.500 Euro. Die Bandbreiten nach Rolle stehen auf der Preisseite.

Wer erstellt die Carve-out-Bilanz – ihr oder der Wirtschaftsprüfer?

Die Aufstellung kommt aus dem Unternehmen, die Bescheinigung vom Prüfer. Der Interim CFO liefert die Datenbasis und die dokumentierten Annahmen, auf die der Prüfer aufsetzt.

Was ist der häufigste Fehler?

Zu niedrig angesetzte Stand-alone-Kosten. Sie machen die Ergebnisplanung nach dem Closing sofort unhaltbar – und die Käuferseite prüft genau diesen Punkt.

Wie schnell könnt ihr besetzen?

Passende Profile in der Regel innerhalb von 24 Stunden, Start nach Vorstellungsgespräch und Vertragsabschluss.

Steht dieser Anlass bei euch an?

Dreißig Minuten zu Ausgangslage, Rolle und Zeitrahmen. Passende Profile schlagen wir innerhalb von 24 Stunden vor.
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